16. Dezember 2018 Eva Wilhelm

Die 5 Elemente – Das Wasserelement

water

„Auf der ganzen Welt gibt es nicht Weicheres und Schwächeres als das Wasser. Und doch in der Art, wie des dem Harten zusetzt, kommt nichts ihm gleich.“
(Tao Te Ching)

Das Wasserelement mit den zugeordneten Organen Niere, Blase repräsentiert im Jahreskreis der Elemente das große Yin und herrscht über die Wintermonate November – Jänner. Es ist die Zeit in der die Natur sich nach inne zurückzieht, die Kräfte bewahrt und sammelt. Gleich der Natur, sollen auch wir uns nach innen zurückziehen , die Kräfte sammeln und bewahren. Das ist der Grund, weshalb wir uns im Winter oft weniger leistungsfähig fühlen oder weniger Lust auf Aktivität verspüren – und das ist gut und richtig.

Das symbolische Bild dieses Rückzugs ist der Same, der in der Erde ruht und wartet. Er wartet im vollem Bewusstsein seines innewohnenden Potentials zu Wachstum und Reife, auf die nach oben gerichtete Dynamik des Frühlings (Holzelement).
„Die drei Monate des Winters werden die Zeit des Zusammenziehens und Speicherns genannt… Wir Menschen sollten früh zu Bett gehen und spät aufstehen und auf jeden Fall den Sonnenaufgang abwarten. Bedürfnisse sollen verborgen werden, als gäbe es keine innere Bestimmung für sie, als seien sie schon befriedigt worden.“ (Huangdi neijing/Der gelbe Kaiser)

Das Wasserelement steht für: Leben, Tiefe, Fluss, Kraft, Reinigung

Wasser bildet die Grundlage allen Lebens. Es ist die essentielle Grundlage unserer physischen Substanz, die Quelle und Basis allen Lebens. Unser Leben ist abhängig von Wasser. (75 % des Körpers bestehen aus Wasser) Das Wasserelement gilt als der Speicher unseres Struktivpotentials (chin. Jing), die allem zugrundeliegende Lebensenergie.
Im Wasserelement finden wir die Vereinigung und Überwindung/Aufhebung der Polaritäten. Jede Beschreibung des Wassers lässt sich auch ins Gegenteil umkehren. Tief, flach, sanft, gewaltig, klar, trüb, still, bewegt. Das Wasser ist allumfassend, Widersprüche und Gegensätze sind aufgehoben.
Im stetigen Fluß (des Lebens) verändert das Wasser kontinuierlich seine Form und ist jederzeit anpassungsfähig. Der stetige Fluß der Wassers reinigt, durchspült Schlamm und schwemmt Schmutz weg. Wasser besitzt die Fähigkeit mit Widerständen „um-zugehen“, ohne unnötige Kraft aufzuwenden. Wasser findet immer einen Weg. Es ändert fließend und ohne Widerspruch seine Richtung. Dieses kontinuierliche Fließen verleiht dem Wasserelement seine wahre Kraft.
Wasser entspricht der Dynamik vom natürlichen Kommen und Gehen – mit den Wellenbewegungen des Lebens im Einklang zu sein und dem Ausgleich von Phasen der Ruhe und Aktivität.


Zuordnungen des Wasserelements im 5 Elemente System.

Himmelsrichtung: Norden
Jahreszeit: Winter
Lebenszeit: Alter
Planet: Merkur
Klimatischer Einfluß: Kälte
Tageszeit: Nacht
Organuhr 15-19 Uhr

Zang/Speicherorgan: Niere
Fu/hohlorgan: Blase

Sinnesorgan: Ohren
Körperöffnung: unteren Tore, Anus, Urethra
Köpergewebe: Knochen, Mark, Zähne, Gehirn, Gebärmutter, Hoden
Körperzonen: unterer Rücken, Hüften, Füße, Knöchel
Körperflüssigkeit: zäher Speichel
Stimme: Stöhnend mit leichtem Krächzen

Farbe: Schwarz, dunkelblau
Geruch: faulig, modrig, abgestandener Urin
Geschmack: salzig (Lust auf…)
Energetische Wirkung: nach unten, abwärts, (Wasser fließt immer nach unten)

Seele: Zhi/Willenskraft
Emotion: Angst* (Paranoia), Willenskraft/Mut Urvertrauen,
Pathologische Handlung: Zittern (Kälte, Angstschauer)
Numerologie: 1+5= 6
Tier: Schwein
Nahrung: Bohne (Nierenform), Samen, Walnüsse
Musik: Saite
Aspekte: Quelle des Lebens, Lebensenergie bereitstellen und
Körperflüssigkeiten reinigen


Störungen der Wasserenergie. Symptome und Anzeichen

„Die Niere ist sehr vielschichtig, regiert das Wasser, speichert die Essenz, stellt das Feuer des Lebens zu Verfügung, regiert über Knochen und Mark, verankert das Qi der Lunge, steuert die Willenskraft…“

Symptome mit  Kälteanzeichen bei Nieren Yang Mangel – Hypoaktivität

– allgemein blasses oder leuchtend weißes Gesicht
– Kälteempfindlichkeit (Rücken, Gesäß, Knie…) kalte Füße (kann auch Le Qi Stau sein )
– Lethargie, Schwäche, Antriebslosigkeit

– Kreuzschmerzen, Knie-/Fersenschmerzen (wässrig, kalt),
– verminderte Libido, Infertilität, Impotenz, Ausfluß (wässrig),
– Verminderung Gedächtnis, Zahnausfall, Höhrverlust, Tinnitus,
– Urin klar und hell, reichlich, Ödeme,
– Verdauungsprobleme sehr lockere Stühle, Hahnenschreidiarrhö

Ursachen: (Qi Mangel) Konstitution, chron. Erkrankungen, Feuchtigkeitsproblem, langfristig falsche Ernährung, zuviel kalte und feuchtigkeitsbildende Nahrungemittel (Milchprodukte va. Joghurt, Topfen, Rohkost, Tiefkühlkost, Mikrowelle), zu wenig Bewegung (führt zu Qi Mangel), Hungern, Ängste (Angst leert das Nieren Qi), Trauma, starres Denken, zu viel Trägheit, Kapha Imbalance

Symptome mit Hitzeanzeichen – Hyperaktivität

– allgemein rote Flecken der Wangen,
– Durst (trinkt in kleinen Schlucken), 5 Flächen Hitze, Nachtschweiß,
– Obstipation, konzentrierter dunkler Urin,
– abendliche Hitzegefühle, trockener Hals, Mund,
– Schlafstörungen,
– Unruhe/nervöse Energie, Burn Out,
– Schmerzen/Schwächegefühle in der Lumbalregion, brennender Schmerz auch Knie oder Fersen,
– vermehrte Libido, sexuelle Träume, vorzeitiger Samenerguß,
– Infertilität, Nachlassen des Gedächtnisses (Kurzzeit),
– Schwindel (bei Überanstrengung),
– Tinnitus, Hörverlust, 
– Klimakterische Beschwerden

Ursachen: Konstitution, langfristig Überarbeitet/Stress/zuviel Aktivität/zu wenig Schlaf/Drogen/zu viel Hitze, Dauerberieselung, Zeitdruck, Termindruck, Ängste, Trauma, zuviel Emotionen, Verlust von Körperflüssigkeiten/Blut, Blutschwäche, chron. Erkrankungen, Menopause, nicht geerdet sein, Vata Imbalance


Was das Wasserelement stärkt und Schwächt

+ Aktivität und Ruhe im Ausgleich
(Jahreszeiten beachten)
+ Ruhe und Gelassenheit fördert das Yin der Nieren
+ physische Aktivität > Bewegung stärkt das Nieren Yang, va. Berggehen, da in der Höhe das Ki verdichtet ist
+ gesunde Ernährung entsprechend der Konstitution
+ Freude entspannt die Nieren
+ gesunde und kräftige Lungen > stärken die Verbindung zum universalem Ki (Pranayama-Übungen) > stärkt das Ni Ki+ alles „Nierenförmige“ wie Bohnen und Oliven, Nahrungsmittel die aussehen wie Gehirn (Walnüsse, Umeboshi), schwarze Nahrungsmittel und Samen – va. Sesam (Gomasio) und am besten schwarzer Sesam

– zuviel Aktivität verbrennt das Ni Yin
– Angst, Trauma va. aus der Kindheit, da diese den Menschen unbewusst beherrschen, schwächt Yin und Yang
– Dauerstress, unregelmäßiger Lebensstil, Schlafmangel, Dauerlärm, Dauerberieselung mit Licht/elektronische Geräte oder ausschweifende Sexualität erschöpfen das Wasser > schwächt Yin
– zuviel Süß schwächt über die Erde (Nässe)
– zuviel Nahrungsaufnahme (Nässe) oder auch Hungern (schwächt Jing)
– zuviele Gedanken in der Vergangenheit > verbraucht Yin
– Drogen: stärker stimulierende Drogen, Amphetamine, LSD, Kokain, große Mengen an Kaffee oder Tee
Heroin und verwandte Drogen erschöpfen zunächst das Yin und später das Yang der Nieren, wird Haschisch in größeren Mengen oder über lange Zeit konsumiert, so schwächt dies das Nieren Yang und langfristig das Yin

weitere Tipps aus der Körpertherapie:

  • Ölziehen mit Sesamöl
  • Diolosa Teekur (Rinchen Tee bei Yang Mangel, San Bao Tee bei Yin Mangel)
  • Nierenzone warmhalten (Unterhemd) und auf warme Füße achten
  • früh Schlafengehen (Yin Phase 21-24 Uhr)
  • Meditation der Absichtslosigkeit
  • Fußübungen
  • Iliopsosaübungen
  • Mula Bandha – Beckenkraftübungen
  • Wirbelsäule geschmeidig halten
  • Yin Yoga und Shiatsu

Gassho
Eva Wilhelm


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1  Stärkste Yin Kraft ist zw. 21 und 24 Uhr

2  Auch die Säfte (Blut , Schweiß und Samenflüssigkeit) sollen bewahrt werden > dh. wenig Schwitzen, sich körperlich nicht zu verausgaben, sexuelle Ausschweifungen vermeiden.